Schlaflosigkeit – Melatonin und Co, Hilfe zum besseren Schlaf
Melatonin kann hilfreich sein für Personen, die einen veränderten Schlafrhythmus haben, zum Beispiel durch Schichtarbeit. Es wird vom Körper schnell abgebaut und ist relativ nebenwirkungsarm. Es hat kein Gewöhnungsrisiko wie herkömmliche Schlafmittel. Seine Wirkung ist allerdings auch weitaus schwächer und ausgeprägte Schlafstörungen erfordern zumeist komplexere Unterstützung. Psychische Schlafstörung reagieren kaum auf Melatonin, hier ist eine qualifizierte Behandlung der zugrundliegenden psychischen Beschwerden unumgänglich.
Studien belegen eine gute Wirksamkeit verhaltenstherapeutischer Ansätze. Chronische Schlafstörungen und ihre Ursachen werden konkret angesprochen und Verhaltensänderungen und eine gute Schlafhygiene etabliert, die Ihren Schlaf auf Dauer verbessern.
In Ermangelung von Therapieplätzen hat die digitale Gesundheitsanwendung SONOVIA erfolgreich ihren Einzug in die Schlaftherapie gehalten. Basierend auf einer kognitiven Verhaltenstherapie (KVT-I) verbessert sie Schlafgewohnheiten und hat eine langanhaltende Wirksamkeit.
Die schlaffördernde und psychisch stabilisierender Akupunktur und Nada Ohrakupunktur sind erfolgreiche Therapieansätze der Schlaftherapie, kombiniert mit Entspannungsverfahren leiten sie über in einen gesunden Schlaf. In meiner Praxis behandele ich Patienten seit über 30 Jahren erfolgreich mit Akupunktur. Die vegetativ ausgleichende Wirkung ist nebenwirkungsarm und tiefgreifend.
Frauen in der Menopause können von einer Hormonersatztherapien profitieren, da hormonell bedingt der Schlaf und die Stimmung in der Menopause leiden.
Auch internistische Krankheiten können die Nachtruhe stören wie nächtliche Störungen des Glucosestoffwechsels bei Diabetikern oder Blutdruckentgleisungen in der Nacht. Indirekt stören diese den Nachtschlaf.
Schlafstörungen fördern die Entstehungen von Erkrankungen und sollten ernst genommen werden. Dies ist nicht immer einfach, aber sprechen sie mich an, wenn Ihnen die Nachtruhe fehlt.